Zeit Online interviewt US-Epidemiologen Michael Osterholm: "Dieses Virus ist noch längst nicht mit der Welt fertig"

Pandemie

Wie Mensch und Maschine lernen, zusammen zu atmen

Auf einer Münchner Intensivstation liegt ein Patient mit Covid-19. Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte kämpfen um sein Leben, acht Wochen lang. Ihr wichtigster Helfer: das Beatmungsgerät SN41418. Eine Chronik. Von Roland Schulz, Süddeutsche Zeitung Magazin, 17. Dezember 2020: Das Ringen nach Luft .Dem Autor Roland Schulz ist ein Meisterwerk der Reportagekunst gelungen. In kurzen, präzisen Sätzen erzählt er, wie Mensch und Maschine zusammen atmen. Dazu hat er akribisch die Protokolle ausgewertet und Gespräche mit Patient und Personal geführt, und es liest sich, als hätte er auch SN41418 zum Reden gebracht. Zu all der ergreifenen Dramatik passt überraschend gut dieser Moment des trockenen Humors, Zitat: Einmal erklärte ein Praxisanleiter einem neuen Pfleger am Beispiel ihres Menschen die Teile einer Trachealkanüle. Die Innenkanüle, die ihr einliegt, trägt einen ausgefallenen Namen. Sie heißt Seele.
»Die Seele«, sagte der Praxisanleiter, »ist ein Einwegprodukt.«
Auch nach so langer Zeit ohne Alarm reagierte die Maschine sofort. Druckspitzen, Störreiz,
· · · − · Warnung !!!
· · · − · Warnung !!!
Ihr Mensch lachte.