Zeit Online interviewt US-Epidemiologen Michael Osterholm: "Dieses Virus ist noch längst nicht mit der Welt fertig"

Pandemie

Alltagstipps Sterblichkeitsrate Grippevergleich

Pressemitteilung vom Statistischen Bundesamt am 11.12.2020:

11. Dezember 2020 Sterbefallzahlen in der 46. Kalenderwoche 8 % über dem Durchschnitt der Vorjahre

Nach vorläufigen Ergebnissen sind in der 46. Kalenderwoche (9. bis 15. November 2020) in Deutschland mindestens 19 161 Menschen gestorben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, liegen die Sterbefallzahlen somit etwa 8 % über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Besonders auffällig ist die Entwicklung der Sterbefallzahlen derzeit in Sachsen. Im Unterschied zu anderen Bundesländern nimmt die Differenz zum Durchschnitt der Vorjahre dort derzeit deutlich von Woche zu Woche zu. In der 41. Kalenderwoche lag die Zahl der Sterbefälle noch unter dem Durchschnitt; in der 46. Kalenderwoche lag sie 27 % beziehungsweise 281 Fälle darüber. 


Der Virologe Christian Drosten antwortet im Gespräch mit Zeit Online (7.10.2020) auf Fragen nach der Forschung über Tests und Impfstoffe – und gibt ganz praktische Tipps für den Umgang mit der Virus-Gefahr in den kommenden Monaten. Zum Beispiel rät er zur besonderen Kontaktarmut in einer Woche vor geplanten Familientreffen. Drosten erklärt im NDR-Podcast (29.9.2020), wie gefährlich das Coronavirus für ältere Menschen sein kann. Bei ihnen könne das “Immun-Gedächtnis” zu schweren Krankheitsverläufen führen. Aus der selben Datenquelle zieht die Süddeutsche Zeitung am 8.102020 unter anderem den Schluss: “Auch die oft bemühte Analogie zur Grippe kommt zu einem eindeutigen Risikogefälle, das Ähnlichkeitsvergleiche absurd erscheinen lässt: Die Sterblichkeit an Influenza beträgt 0,05 Prozent, während jene an Sars-CoV-2 um das Zehn- bis Fünfzehnfache höher liegt.”

Corona-Pandemie:Gefährlicher Irrtum

Eine der hartnäckigsten Annahmen zu Covid-19: Das Virus sei nicht schlimmer als eine Grippe – und die Maßnahmen deshalb überzogen. Warum das nicht stimmt. Ein Überblick von Berit Uhlmann, Süddeutsche Zeitung, 25.11.2020. Zitat:

Es ist nicht so, dass die Welt das Coronavirus heillos überschätzt, sondern dass die Grippe-Rufer die Kontrolle der Influenza unterschätzen.Wenn sich also etwas aus dem Grippe-Vergleich lernen lässt, dann das: Wie wenig etablierte Kontrollmechanismen gesehen und geschätzt werden. Welch geringen Stellenwert die Prävention hat. Das könnte auf lange Sicht vielleicht doch eine positive Nebenwirkung dieser grässlichen Pandemie sein. Covid zeigt der Welt, wie viel Mühe es kostet, Infektionskrankheiten auch nur halbwegs in Schach zu halten. Und welch Segen es ist, ein modernes Mittel in der Hand zu haben. Sei es eine Impfung, ein potentes Medikament oder einfache und präzise Tests.

Statistik belegt hohe Sterbefallzahlen nach Beginn der Pandemie.

Wie viele Tote die Pandemie tatsächlich verursacht hat, wird viel diskutiert. Zwei Studien zeigen, dass die allermeisten Covid-19-Opfer in Italien nicht an Vorerkrankungen, sondern direkt am Virus starben. Süddeutsche Zeitung, 22.7.2020, von Christina Berndt. Die Süddeutsche Zeitung greift am 10.September 2020 Meldungen in sozialen Medien auf, nach denen Sars-Cov2 als Todesursache in Frage gestellt wird. Dem stellt die Sz Informationen gegenüber, die die Sterblichkeitsrate von Covid19 zuverlässig nachweisen.