Zeit Online interviewt US-Epidemiologen Michael Osterholm: "Dieses Virus ist noch längst nicht mit der Welt fertig"

Pandemie

Grippevergleich ist ein gefährlicher Irrtum

Eine der hartnäckigsten Annahmen zu Covid-19: Das Virus sei nicht schlimmer als eine Grippe – und die Maßnahmen deshalb überzogen. Ein Überblick von Berit Uhlmann, Süddeutsche Zeitung, 25.11.2020. Zitat: Es ist nicht so, dass die Welt das Coronavirus heillos überschätzt, sondern dass die Grippe-Rufer die Kontrolle der Influenza unterschätzen.Wenn sich also etwas aus dem Grippe-Vergleich lernen lässt, dann das: Wie wenig etablierte Kontrollmechanismen gesehen und geschätzt werden. Welch geringen Stellenwert die Prävention hat. Das könnte auf lange Sicht vielleicht doch eine positive Nebenwirkung dieser grässlichen Pandemie sein. Covid zeigt der Welt, wie viel Mühe es kostet, Infektionskrankheiten auch nur halbwegs in Schach zu halten. Und welch Segen es ist, ein modernes Mittel in der Hand zu haben. Sei es eine Impfung, ein potentes Medikament oder einfache und präzise Tests.

Statistik belegt hohe Sterbefallzahlen nach Beginn der Pandemie.Wie viele Tote die Pandemie tatsächlich verursacht hat, wird viel diskutiert. Zwei Studien zeigen, dass die allermeisten Covid-19-Opfer in Italien nicht an Vorerkrankungen, sondern direkt am Virus starben. Süddeutsche Zeitung, 22.7.2020, von Christina Berndt. Die Süddeutsche Zeitung greift am 10.September 2020 Meldungen in sozialen Medien auf, nach denen Sars-Cov2 als Todesursache in Frage gestellt wird. Dem stellt die Sz Informationen gegenüber, die die Sterblichkeitsrate von Covid19 zuverlässig nachweisen.

Coronaabwehr verkürzt Grippesaison, Süddeutsche Zeitung, 31. Juli 2020, von Markus C. Schulte von Drach