Was führt zur Ablehnung von Wissenschaft?

Kultur + Moral = Gesellschaft

Warum du glaubst, dass du zu wenig Zeit hast, und wie du dich endlich von diesem Denken befreist.

Mit diesem Versprechen leitet das Online-Magazin Perspective Daily den Essay von Stefan Boes ein, weiter heißt es:

Wir ertragen den Stillstand nur schwer, weil wir so wenig Zeit, aber so viele Ziele haben. In diesem Text lernst du das Denkmuster kennen, das unser Leben bestimmt – und wie wir es überwinden.

Zitat:

Der Tag hat nur 24 Stunden, die Anzahl der Dinge, die wir erleben und konsumieren können, ist aber unendlich. Diese Tätigkeiten, sozialen Kontakte, Konsumprodukte, Medien verlangen unsere Aufmerksamkeit und damit unsere Zeit.

Um möglichst vieles davon tun zu können, hilft es – so glauben wir –, unser Leben zu verdichten. Wir beantworten Nachrichten, während wir auf den Bus warten. Wir hören Podcasts, damit wir nebenbei noch etwas anderes erledigen können. Wir meditieren ein paar Minuten mit einer App, damit wir schnell wieder klar und ausgeglichen sind.

Das alles folgt einer Strategie: Wir erhöhen unsere Lebensgeschwindigkeit, damit wir scheinbar mehr vom Leben haben. Zufällig habe ich gerade ein Zitat von Roger Willemsen gelesen, der ziemlich treffend beschrieben hat, was wir da versuchen: »Wir beschleunigen das Leben in der Angst, wir könnten es verpassen. Und indem wir es beschleunigen, verpassen wir es.«

Perspective Daily, Essay von  Stefan Boes , 1. März 2021