Medienthemen

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Digitale Medienprojekte argumentieren gegen Zeitungssubvention

Berlin, 27.11.2020 — Die Bundesregierung will Tageszeitungen, Zeitschriften und Anzeigenblätter in den nächsten Jahren mit 220 Millionen Euro fördern. Mit dem Geld solle die “Medienvielfalt und -verbreitung” gefördert, der Journalismus gestärkt und der “dringend gebotene Transformationsprozess im Bereich der Abonnementzeitungen” befördert werden. Der hier zitierte Arbeitskreis Digitale Publisher hat sich gebildet, um gegen diese befürchtete Wettbewerbsverzerrung zu argumentieren. Darüber hat auch Zeit Online am 27.11.2020 berichtet: Digitale Verleger wollen gleichbehandelt werden.

Sebstian Esser, Geschäftsführer von Krautreporter, hat in der Berliner Zeitung erklärt, warum er die Subvention für falsch hält: “Die Regierung gibt den Verlagen das viele Geld, damit sie in den „Strukturwandel“ investieren, und versteht darunter „Online-Shops, Rubrikenportale und Apps sowie den Aufbau eigener oder verlagsübergreifender Plattformen zum Vertrieb der Inhalte“. Mit anderen Worten: Technologien, die viele Verlage schon lange verwenden, und die überhaupt nichts mit Journalismus zu tun haben. Rubrikenportale zum Beispiel – also Webseiten zum Verkauf von Auto-, Wohnungs- oder Kontaktanzeigen, ein extrem umkämpfter Markt – brauchen keinen Journalismus, um Geld zu verdienen, ebensowenig Online-Shops. Eigentlich fördert der Minister also den Ausstieg der Verlage aus dem Journalismus.”