Digitalisierung und Vernetzung

Digitaler Anzeigenmarkt: Vielleicht trägt der Kaiser gar keine Kleider

Der IT-Forscher Tim Hwang vergleicht den Werbemarkt im Internet mit der Blase, die die Finanzkrise von 2008/2009 ausgelöst hat. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung heute (25.1.2021) und nennt sein aktuelles Buch Subprime Attention Crisis “eine Art Enthüllungsbericht über die Fundamente der virtuellen Realität, in der wir leben.” Im Interview von Jannis Brühl wird unter anderem erklärt, wie der automatisierte Anzeigenmarkt in Millisekundenschnelle funktioniert (“Algorithmen kaufen und verkaufen unsere Aufmerksamkeit.“) Ob diese Werbung wirklich wirkt, bezweifeln nicht nur Forscher, nachdem große Unternehmen hunderte von Millionen Dollar aus dem Markt rausgezogen haben und keinen Unterschied im Umsatz feststellen mussten. Hwang plädiert für Transparenz mit Hilfe unabhängiger Wirtschaftsprüfer und für Regulierung durch die Politik.


Themen: Plattformen brauchen Rechtsrahmen für alltägliche Grenzen der Meinungsfreiheit / Tech-Konzerne: Das Digitale ist politisch / [bits] Die größte netzpolitische Lobbyschlacht der 20er erreicht ersten Höhepunkt / Viele Abgeordneten haben die Rechtslage im Datenschutz nicht korrekt beachtet / Digitale Teilhabe im Alter / EU will Vermittler im Datenhandel einführen / Patente auf Software gefährden Open Source / Google-Aussteiger warnt vor Gefahr für die Demokratie / Interview zu Social-Media-Accounts von Amtsträgern und Behörden bei netzpolitik.org / Traktat von Bernd Kirchhof über die Frage, ob Digitalisierung und  Vernetzung Arbeitsplätze schaffen oder kosten / Bericht über Vortrag von Constanze Kurz im Bildungsverein Hannover   (Die folgenden Seitenzahlen verlinken blogintern auf Texte und weitere Links zu den genannten Themen)