Es wird Zeit, die Erzählung von der Einheits-Erfahrung zu ergänzen

Essay über unterschiedliche Männerrollen und das große Als-Ob

Die Frankfurter Rundschau veröffentlicht am 5.Oktober 2020 die Rede, die der Professor für Politische Theorie und Philosophie, Rainer Forst, am 3. Oktober in der Paulskirche gehalten hat. Titel: Demokratie als Lernprozess

Auszug:

Ich schlage also vor, 30 Jahre Deutsche Einheit als demokratischen Lernprozess zu sehen, der notwendigerweise unabgeschlossen ist, weil er die Frage, was „Einheit“ genau heißen soll, in sich trägt…..Eines muss dabei Teil des demokratischen Lernprozesses sein. Die Erkenntnis, dass nicht in allem, wo Demokratie draufstand und was in den Osten exportiert wurde, auch Demokratie drin war….Wenn wir die Fähigkeit verlieren, die Auswüchse der kapitalistischen Ökonomie im demokratischen Geiste zu kritisieren, verlieren wir auch den Begriff der Demokratie.

Die FR stellt den Redner mit diesem Kurzportrait zur Person vor:

Rainer Forst, Jg. 1964, ist Professor für Politische Theorie und Philosophie. 2012 erhielt er den Leibniz-Preis. Forst ist Co-Sprecher des Exzellenz-Clusters „Normative Ordnungen“ an der Frankfurter Goethe Universität. Seine Rede am 3. Oktober in der Frankfurter Paulskirche veröffentlichen wir in einer gekürzten Version.