Natur im Anthropozän, in dem Menschen zunehmend die Umwelt beeinflussen

Netzzitat Was, wenn wir nichts tun? 25.10.2020, Zeit Online / Weitere Quellen: Süddeutsche Zeitung / ZDF / NDR / correctiv / Bundeszentrum für Ernährung, bzfe / Tagesschau / ARD / Krautreporter

“Die Ökokrise ist kein Problem, und wir nicht Teil seiner Lösung. Die Ökokrise ist eine Realität. Wir sind das Problem,” meint in seinem Essay am 25.10.2020 auf Zeit Online. Am Ende heißt es: ” Das Umdenken muss daher noch grundsätzlicher sein, und zwar als individuelle, letztlich moralische Kategorie: Man muss all das, was die eigene Sphäre ist, auf der Linie eines Kreises verorten, dessen Ausmaße man unmöglich überblicken kann; nicht zuletzt, weil er auch die Interessen anderer Arten (als gleichsam eigene) umfasst. Das scheint kaum zu schaffen. Aber die Entdeckung des modernen Individuums hätte sich auch kaum jemand vorstellen können, ehe sie schließlich geschah.” Am Anfang illustriert die Zeit-Redaktion die Katastrophe und lässt sie vom Klimaforscher Stefan Rahmstorf im Video kommentieren, Titel: Was wenn wir nichts tun?

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Noch ein Zitat aus dem Essay, allein schon weil darin das Grundeinkommen erwähnt wird: “Autoren wie Robert Pippin insistieren deshalb auf das Soziale, das jedem Privaten vorausgeht. Der Individualismus verkennt diese fundamentale Bedingung. Er setzt gewissermaßen zu spät an und verwechselt Selbstgestaltung mit Selbstschöpfung. Dabei steht noch hinter jedem erfolgreichen Menschen eine starke Gesellschaft. Gegen den Individualismus gilt es darum, den Dividualismus oder Relationalismus zu verteidigen: die Anerkennung der fundamentalen Bedeutung des Kollektivs, des Netzwerks, des organischen Systems als Vorbedingung jeder Vereinzelung. Ihre praktische Entsprechung findet diese Anerkennung in alten Ideen wie dem Steuersystem, dem Solidarprinzip, freiem Zugang zu Bildung und Wissen, ihren modernen Weiterentwicklungen wie dem bedingungslosen Grundeinkommen und der Commons-Bewegung oder eben den Ideen von Zirkularität und Nachhaltigkeit.