In nur drei Tagen hat sich mehr als eine Million Menschen zur Teilnahme bereit erklärt / Bewerbungsfrist bis 10.11.2020 verlängert

Forscher fragen: Wie verändert Grundeinkommen unsere Gesellschaft?

Neue Formen der sozialen Grundsicherung werden weltweit diskutiert – bis hin zur Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen für 2,7 Milliarden Menschen in Armut. Das hält der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Gueterres, für eine mögliche Lösung drängender sozialer Probleme. In Deutschland setzt sich neben dem Netzwerk Grundeinkommen unter anderen ganz praktisch der Verein Mein Grundeinommen schon seit Juli 2014 für das Thema ein. Der Verein sammelt regelmäßig Spenden und hat mittlerweile 669 Personen ausgelost, die ein Jahr lang 1000 Euro im Monat erhalten. Zusammen mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, dem Max Planck-Institut und der Universität Köln kooperiert der Verein nunmehr in einem wissenschaftlichen Pilotprojekt, mit dem (mindestens) 1500 Menschen für drei Jahre begleitet werden sollen.

Innerhalb von drei Tagen haben sich mehr als 1,1 Million Personen gemeldet, die ihre Bereitschaft zur Teilnahme erklärt haben. Der Verein teilt mit, dass die Bewerbungsfrist bis zum 11. November 2020 verlängert wird, um das Projekt auf eine noch breitere Basis zu stellen. Das gelte auch für die Zahl der Empfänger von 1200 Euro pro Monat für drei Jahre. Das Geld ist bereits durch Spenden abgesichert. Wenn mehr Spenden hereinkommen, sollen auch mehr als die zur Zeit vorgesehenen 120 Leute das Grundeinkommen empfangen.


Linkliste:

Tagesschau, 21. August, Studie zum Grundeinkommen – Was ändern 1200 Euro pro Monat? / Bundesfinanzminister Scholz will kein Grundeinkommen

Pilotprojekt Grundeinkommen / Projektmappe zum Pilotprojekt Grundeinkommen / Verein Mein Grundeinkommen

UN Generalsekretär hält universelles Grundeinkommen für möglich

Netzwerk Grundeinkommen