Thema im Podcast von Pedspective Daily: Was superreich bedeutet und was die drängendsten Probleme unserer Zeit damit zu tun haben

Sogar 83 Superreiche fordern höhere Steuern “für Menschen wie uns”

Zitate aus dem Beitrag 3 Gründe, warum die Welt ohne Superreichtum eine bessere wäre :

Wieso denken wir über eine Welt ohne Superreichtum nach?

Um das zu verdeutlichen, hier ein kleines Gedankenexperiment: Stelle dir vor, es ist dein Geburtstag und den feierst du ausgelassen mit 99 Gästen. Natürlich gibt es auch eine große Torte. Was wäre, wenn einer deiner Gäste sich frech 1/3 davon abschneidet, 9 weitere Gäste krallen sich das zweite 1/3. Das heißt für den Rest der Geburtstagsgesellschaft, dich inbegriffen, bleibt nur das letzte 1/3 der Torte übrig. Nachdem der erbitterte Streit darum vorüber ist, müssen einige Gäste dann sogar mit leerem Magen nach Hause gehen.

Kuchen für alle? Von wegen! – Quelle: Perspective Daily copyright

Eine absurde Geschichte?

Nein. Denn genau so ist in Deutschland Vermögen unter den Bürger:innen verteilt, wie es eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) darstellt. Das obere Prozent der Bevölkerung besitzt nämlich 35% des gesamten Vermögens, die oberen 10% 2/3.

Zitiert werden unter anderen der Wirtschaftswissenschaftler Heinz-Josef Bontrup und der Historiker Rutger Bregmann sowie der Oxfam-Bericht »Extreme Carbon Inequality«; Text und Recherchen:

von Juliane Metzker 

Juliane schlägt den journalistischen Bogen zu Südwestasien und Nordafrika. Sie studierte Islamwissenschaften und arbeitete als freie Journalistin im Libanon. Durch die Konfrontation mit außereuropäischen Perspektiven ist ihr zurück in Deutschland klar geworden: Zwischen Berlin und Beirut liegen gerade einmal 4.000 Kilometer. Das ist weniger Distanz als gedacht.

von Chris Vielhaus 

Die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit hat wenig Reibungspotenzial: Wer würde schon ernsthaft behaupten, für weniger Gerechtigkeit zu sein? Chris zeigt, wie das konkreter geht. Dafür hat er erst Politik und Geschichte studiert und dann als Berater gearbeitet. Er macht die Bremsklötze ausfindig, die bei der Gesundheitsversorgung, Chancengleichheit und Bildung im Weg liegen – und räumt sie aus dem Weg!


Das Onlinemagazin Perspective Daily ist 2016 gegründet worden, finanziert sich aktuell von etwa 13000 Beitragszahlenden und stellt sich selbst mit diesem Text vor:

Zukunftsorientiert, verständlich, werbefrei. Dafür stehen wir. Mit Wohlfühl-Nachrichten hat das nichts zu tun. Wir sind davon überzeugt, dass Journalismus etwas bewegen kann, wenn er sowohl Probleme erklärt als auch positive Entwicklungen und Möglichkeiten vorstellt. Wir lösen Probleme besser, wenn wir umfassend informiert und positiv gestimmt sind – und das funktioniert auch in den Medien. Studien haben gezeigt, dass Texte, die verschiedene Lösungen diskutieren, zu mehr Interesse führen, positive Emotionen erzeugen und eine erhöhte Handlungsbereitschaft generieren können. Das ist die Idee unseres Konstruktiven Journalismus.