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Informationen aus dem Netzwerk Grundeinkommen

Papst Franziskus tritt in seiner Osterbotschaft für das Grundeinkommen ein, zitiert das Netzwerk am 13.April 2020:Vielleicht ist jetzt die richtige Zeit, über ein universales Grundeinkommen nachzudenken, das die wichtigen und unersetzlichen Aufgaben anerkennt und würdigt, die sie erfüllen ; ein Einkommen, das den ebenso menschlichen wie christlichen Leitsatz dauerhaft Wirklichkeit werden lassen kann: Kein Arbeiter ohne Rechte.”


Die Partei Demokratie in Bewegung hat ein Finanzierungsmodell für das Bedingungslose Grundeinkommen ausgearbeitet. Das Netzwerk veröffentlicht das Konzept im Newsletter am 9. April 2020.


Zeit Online hat am 6. März ein Interview mit Professorin und Autorin Gabriele Winker veröffentlicht, in dem es um den Equal Care Day geht, den Tag im Jahr, an dem auf die großes Differenz in der Arbeitsteilung für alle Arten von unbezahlter Fürsorge hingewiesen wird (das ist alle vier Jahre der 29.Februar) Zitat:

ZEIT ONLINE: Die Organisation Oxfam hat vor Kurzem eine unglaublich klingende Zahl veröffentlicht: Weltweit leisten Frauen und Mädchen täglich über 12 Milliarden Stunden Haus-, Pflege- und Fürsorgearbeit – unbezahlt. Unterschätzen wir, wie viel “das bisschen Haushalt” tatsächlich ist?
Winker: Sicherlich. Ähnlich wie im weltweiten Durchschnitt kümmern sich Frauen in Deutschland täglich 4 Stunden und 10 Minuten unentgeltlich um andere Menschen, Männer dagegen nur 2 Stunden und 45 Minuten. Wenn man all diese Stunden Putzen, Kochen, Pflegen aufaddiert, stellt man fest: Insgesamt leisten die Menschen in Deutschland mehr unbezahlte Care-Arbeit als gegen Geld in einem Beruf zu arbeiten, nämlich 1,3-mal so viel. Das ist den allermeisten aber überhaupt nicht bewusst.

Das Netzwerk Grundeinkommen zitiert in seiner Mail über das Interview Professorin Winker: “Die Ziele wie ein bedingungsloses Grundeinkommen, die 30-Stunden-Woche oder den Ausbau von Kitas oder Pflegeheimen durchzusetzen, erfordert noch viel Arbeit an einer Verschiebung der Kräfteverhältnisse.” 


Manuela Schiffler vom Netzwerk Grundeinkommen teilt mit: “Nach fast zweijähriger Arbeit hat die “Arbeitsgruppe Finanzierung eines Bedingungslosen Grundeinkommens” der Initiativgruppe BGE Rhein-Main einen umfangreichen Zwischenbericht vorgelegt, der zehn Modelle eines Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) einer genauen Prüfung bezüglich ihrer finanziellen Aspekte unterzieht. Der Bericht ist ein aktueller und detaillierter Vergleich der finanziellen Aspekte eines breiten Spektrums von BGE-Modellen in Deutschland. Dadurch möchte die AG einen Beitrag zur Versachlichung der Debatte leisten und Interessierten helfen, sich eine eigene Meinung zu den Modellen zu bilden.


Christen für ein Grundeinkommen 20.12.2019


Wissenschaftler forschen über vier Reformwege zum Grundeinkommen


Jetzt erst recht: Sanktionen abschaffen, Grundeinkommen einführen 6.11.2019


Katholische Arbeitnehmer zweifeln am unveränderten Wirtschaftswachstum – 30. September 2019


Netzwerk zieht Bilanz – Juli 2019 – Gründung vor 15 Jahren / Literaturliste aktualisiert


Deutlich machen, was ein Grundeinkommen leisten müsste , 8.Juli 2019


Sozialleistungen könnten Grundeinkommen übersteigen – und müssen erhalten bleiben , 2.12.2018


Götz Werner nennt das Bedingungslose Grundeinkommen eine Kopernikanische Zeitenwende für unser soziales Bewusstsein


Sichere Existenz mit etwa 1200 Euro möglich

Ein Grundeinkommen in Deutschland müsste derzeit zwischen ca. 1.150 und 1.400 Euro netto hoch sein. Zu diesem Spektrum führen verschiedene Werte, die ein Existenz- und Teilhabeminimum für Deutschland abbilden sollen – angefangen vom Warenkorb über die Pfändungsfreigrenze bis hin zu Mindesteinkommensbefragungen oder Armutsrisikogrenzen. Letztere werden von der Bundesregierung offiziell anerkannt und sind für das Europäische Parlament die unterste Höhe von Mindesteinkommen. Die genannten Werte liegen deutlich über den durchschnittlichen Leistungen des SGB II (Hartz IV, Grundsicherung für Arbeitsuchende) und SGB XII (Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung). Im Mittel aller Werte sind es rund 1.200 Euro netto, die derzeit die Existenz sichern und Teilhabe im Monat ermöglichen sollen. Die Details finden sich in dieser Präsentation.

Veröffentlicht von Ronald Blaschke im Mailverteiler vom Netzwerk Grundeinkommen am 28.1.2019


Das Netzwerk Grundeinkommen wurde 2004 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Menschen und Organisationen, die für das Bedingungslose Grundeinkommen mit seinen vier genau definierten Kriterien eintreten.


Blog und Buch zum Thema Grundeinkommen