Blog und Buch zum BGE

Wer sich mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) befasst, stösst einerseits schnell auf kritische Fragen, zum Beispiel: “Wer soll das bezahlen?” Auf der anderen Seite stehen bei näherer Betrachtung einleuchtende Argumente dafür, zum Beispiel : “Die Sicherung der materiellen Existenz hat einen sehr positiven Einfluss auf die Gesundheit der Menschen.” In der Broschüre von Daniel Häni und Philip Kovce (sh nebenstehender Buchtitel, ISBN 978-3-7110-0120-7 ) sammeln die Autoren “95 Thesen zur Befreiung der Arbeit”, mit denen für das BGE argumentiert werden kann. Am Anfang stehen Aussagen prominenter Wissenschaftler und Künstler (Josef Beuys: “Auf Einkommen besteht ein Menschenrecht”). Die Zitate beginnen mit einem Wort von Thomas Morus, englischer Politiker im 16. Jahrhundert: “Es wäre besser, jeden mit einer Art Lebensunterhalt zu versorgen, damit niemand zu der grausigen Not gezwungen wird, zuerst ein Dieb und dann eine Leiche zu werden.”

Ronald Blaschke, Netzwerk Grundeinkommen, komentiert: “Das von Philip Kovce und Birger P.-Priddat herausgegebene Buch „Bedingungsloses Grundeinkommen. Grundlagentexte“ füllt eine Lücke auf dem Buchmarkt zum Grundeinkommen. Dieses Buch versammelt eine Auswahl an Texten und Textauszügen aus sechs Jahrhunderten, geschrieben von tatsächlichen und vermeintlichen VordenkerInnen des Grundeinkommens.”

Stabile Zustimmung für BGE in der Bevölkerung – IW warnt vor Ungerechtigkeit – April 2019 – Ronald Blaschke zitiert aus DIW-Wochenbericht / Kommentar zu Thesen eines Ökonomen

Baukje Dobberstein, bloggende Ärztin und Europawahl-Kandidatin der Partei Bündnis Grundeinkommen, gibt diese “Empfehlung zur Bildung zum Thema BGE:  Diverse deutschlandweit etablierte Professoren, die sich wissenschaftlich mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen beschäftigen, haben an einer Ringvorlesung der Christian-Albrechtdes-Universität  zu Kiel teilgenommen. Die Beiträge  sind fast komplett auf Video aufgezeichnet und über die Website der Uni frei verfügbar. Hier ist eine sehr fundierte fachliche Weiterbildung möglich. “

Der Schweizer Weg zum Grundeinkommen: Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung

Das Netzwerk Grundeinkommen rät zur Lektüre dieses Buches, Zitat aus der Rezension von Sepp Kusstatscher, ehemaliger EU-Abgeordneter aus Südtirol: “Beim Mandelbaum-Verlag erschien jüngst der Sammelband „Digitalisierung? Grundeinkommen!“, den Werner Rätz, Dagmar Paternoga, Jörg Reiners und Gernot Reipen herausgegeben haben. Das Buch basiert auf dem Frankfurter Manifest, das mir die Forderung nach einem emanzipatorischen Grundeinkommen im Zeitalter der Digitalisierung so komprimiert und fundiert erklärt wie kein Dokument zuvor.”

Wenn man es richtig macht, steigen Löhne für unverzichtbare Arbeit – Historiker und Buchautor Rutger Bregmann plädiert in der Süddeutschen Zeitung für Grundeinkommen und höhere Steuern – April 2019

Ein Manifest der alltäglichen KämpfeSo überschreibt die Website mit dem schönen Namen “In welcher Gesellschaft wollen wir leben?!” ihren Drang zu Veränderungen “zwischen Sofortprogramm, Richtungsforderungen und Utopien.” Das Manifest beginnt mit den Worten: “Wir sehen uns als Suchende und wir kämpfen für eine andere Gesellschaft: Weltweit sozial und ökologisch gerecht, alle Menschen einbezogen und mit gleichen Rechten, friedlich, selbstbestimmt und selbstorganisiert.”

Es ist keine brandneue Erkenntnis, dass Daten die neue Währung im Internet sind. Dabei entzieht sich dieses Milliardengeschäft komplett dem staatlichen Zugriff der aktuellen Steuergesetze weltweit. Schließlich geben Nutzer ihre Informationen kostenlos preis, weil sie dazu mit kostenfrei erhältlichen Anwendungen animiert werden. Für den Kommentator Claus Hulverscheidt in der Süddeutschen Zeitung (17.1.2018) legt das den Appell an die Politik nahe, der in der Überschrift auf den Punkt gebracht wird: “Besteuert Daten und Maschinen – nicht die Arbeit!” Zur Lektüre dringend empfohlen, nicht nur weil auch hier das Grundeinkommen als ein Teil der Lösung von sozialen Problemen angesprochen wird.

Typische Argumente für und Wider BGE präsentiert von Denkfabrik Grundeinkommen

Im Blog Freiheit statt Vollbeschäftigung   veröffentlichen Dr. Ute Fischer, Dr. Sascha Liebermann, Dr. Thomas Loer eigene und gesammelte Texte rund um das Bedingungslose Grundeinkommen, für das Sascha Liebermann bereits seit 2003 wissenschaftlich und publizistisch argumentiert.

Utopie mit Sprengkraft – Das Bedingunslose Grundeinkommen im digitalen Kapitalismus, Beitrag von Ronald Blaschke in Blätter für deutsche und internationale Poltitik 11/2017sehr lesenswerte Übersicht über die Bandbreite von unterschiedlichen Ideen, für die die Befürworter des Bedingungslosen Grundeinkommens eintreten (empfohlen von Michael Kopel)

Joachim Winters gehört dem Netzwerkrat des überparteilichen Netzwerkes Grundeinkommen an und gibt mit Hilfe der schweizerischen Initiative paper.li sein “The Joachim Winters Daily” heraus, Untertitel:  “Zeitungsartikel und andere Medienbeiträge rund ums bedingungslose Grundeinkommen u.v.m.”

Susanne Wiest hat die Idee 2008 mit einer Petition an den Bundestag zum Thema einer parlamentarischen Beratung gemacht.